Alter Drees in neuem Glanz !

 

 

Viele Jahrzehnte gab es in Wallenborn einen viel benutzten Sauerbrunnen – hier versorgten sich die Einwohner stets mit frischem Dreeswasser, zur Erfrischung, vor und nach der Feldarbeit und als Grundsubstanz für manches einheimische Rezept.

Bis dann vor knapp zwanzig Jahren im Rahmen von Verschönerungsarbeiten, die nebenbei noch viel Geld verschlangen, die Quelle so beschädigt wurde, dass dieses Wasser eigentlich nicht mehr richtig trinkbar war. So fristete der Drees seit dieser „Operation“ ein trauriges Schattendasein.

Diesen Zustand war vielen Wallenbornern ein Dorn im Auge, aber vor allem drei Mitbürger wollten sich damit nicht abfinden und schritten zur Tat. Dazu muss man wissen, dass der Ort reich an kohlensäurehaltigen Quellen ist – neben dem Wahrzeichen des Dorfes, der „Brubbel“, dem wallenden Born.

Zuerst, quasi als Generalprobe, sanierten die drei rüstigen Rentner einen am Ortsrand gelegenen sogenannten 'Felddrees', der seitdem besonders vielen Wanderern und Touristen Erfrischung bietet.

Die Wiederherstellung des alten Sauerbrunnens, dem „Drees“, gestaltete sich dann etwas aufwendiger als vielleicht anfangs geplant. So brauchte es viele Anläufe, um aus den zahlreichen brubbelnden Rinnsalen die ursprüngliche und originale Quelle einigermaßen zu lokalisieren. Auch von wiederholten Rückschlägen ließen sie sich nicht entmutigen. Wie Archäologen auf der Suche nach wertvollen antiken Gegenständen, wurde Schritt für Schritt die Dreesquelle immer weiter eingekreist. Nach einem halben Jahr war es dann geschafft.

Lohn der Mühen und der ausdauernden Arbeit ist der nun in neuer Pracht sprudelnde Wallenborner Drees, der auch schon wieder rege – vor allem von den Kindern des Dorfes – genutzt wird.

Matthias Scholzen, Edgar Clemens und Willi Marek haben damit der Gemeinde wieder ein schönes Kleinod geschaffen – und auch einen Ort, an dem sich wunderbar entspannen lässt.

Hilfeleistung dabei erfuhren sie unter anderem von mehreren Unterstützern aus dem Ort, die Geräte und Material zur Verfügung stellten.

Auch vom Ortsbürgermeister gibt es ein dickes Lob für diese Aktion. „ Ich freue mich außerordentlich über dieses ehrenamtliche Engagement, von dem die Gemeinde nachhaltig profitiert,“ so Günter Mehles. Er bedankt sich ausdrücklich bei Matthias, Edgar und Willi sowie den anderen, die mit Rat und Tat zur Seite standen.